Mia Khalifa – umstrittenes Porno-Sternchen in nur 39 Tagen

Foto: twitter.com/miakhalifa

Am 18. November 2014 wir ein neues Video auf die Porno-Plattform Pornhub hochgeladen. Darauf sieht man die 21-jährige Mia Khalifa zusammen mit einer weiteren Frau und einem Mann. Bislang noch nicht ungewöhnlich. Doch das Besondere an diesem Video ist, dass beide Frauen Hidschabs, also Kopftücher tragen.
Mia-Kalifa-SuchanfragenSchon am 19. Dezember erreichte Mia Khalifa bereits Platz drei der meistgesuchten Porno-Darsteller mit 60.000 Anfragen am Tag. Schon am 21. Dezember stand sie an Platz zwei mit 75.000 Anfragen.

Am 27. Dezember dann der Aufstieg auf den Thron. Mia Khalifa überholt die bisherige Nummer eins Lisa Ann. Mia Khalifas Reaktion war ein Video, in dem sie auf dem Bett hüpft. Ihr Kommentar dazu: „Wir haben es geschafft“.

Doch die Zahlen steigen weiter. Aktueller Stand sind etwa 1,1 Millionen Suchanfragen am Tag und es werden immer mehr! Allein zwischen dem 3.und 7. Januar steigerten sich die weltweiten Suchanfragen um etwa 1000 %!

Auch in den sozialen Netzwerken ist Mia Khalifa’s Fangemeinde gewachsen. Bei Facebook sind es 50.000 „Gefällt mir“-Angaben, bei Twitter 180.000 Follower und bei Instagram sogar 230.000 Follower. Selbst viele Musiker und Schauspieler kommen nicht auf solche Zahlen!

Auffällig ist, dass die meisten der Suchanfragen zwischen dem 3. und 6. Januar aus dem Libanon stammen (25,8 %). Es folgen Syrien (16.8 %), Jordanien (12,9 %), Taiwan (11,8 %) und Ägypten (10,1 %). Die restlichen Länder liegen bei 0,3 % bis 3,7 %. Allein aus Großbritannien und den USA stammen 350.000 bzw. 1,2 Millionen Suchanfragen innerhalb von nur 3 Tagen.

Der Grund, warum die meisten Suchanfragen aus dem Libanon stammen, ist die Herkunft Mia Khalifas.

Mia Khalifas Herkunft sorgt für Unmut

Denn geboren wurde sie in Beirut, der Hauptstadt des Libanons. Zehn Jahre später zog die Familie nach Montgomery County im US-Bundesstaat Maryland. Sie studierte an der University of Texas, wo sie ihren Uni-Abschluss in Geschichte machte.

In einem Interview mit „Newsweek“ erzählt sie, dass ihre Eltern nichts von ihrem Job halten: „Niemand aus meiner Familie redet mit mir“. Aber nicht nur ihre Eltern diskutieren über Khalifas Karriere – der ganze Libanon diskutiert!

Dabei ist es nicht nur das Kopftuch, mit dem sie auffällt. Vor allem die Tätowierungen erregen Ärgernis im Libanon. Sie zeigen den ersten Satz der Nationalhymne auf dem linken, das Kreuz der Forces Libanaises, einer christlichen Partei des Libanons, auf dem rechten Arm.

Zwar zählt das Land zu den liberalsten des Nahen Ostens, und doch zeigt sich der Unmut vieler im Internet. In den sozialen Netzwerken wird teils sogar mit dem Tod gedroht, im Fernsehen und den Zeitungen wird nicht wirklich nett berichtet. So kommt es etwa bei Twitter zu Posts wie „ Mia Khalifa ist eine Schande für den Islam. Wer ist so krank und trägt Hidschab in einem Porno“ (Rah) oder einer Enthauptungs-Szene, in die ihr Kopf hineinkopiert wurde.

Doch Mia Khalifa lässt sich nicht einschüchtern, sie erklärt sich bei Twitter. So sei das Kreuz-Tattoo ein Zeichen für ihren Vater. Denn dieser unterstütze die Partei und sie stünde stets hinter ihm. Sie selbst wolle nur, dass der Libanon weder von Syrien noch von Israel unterdrückt wird, ansonsten hätte sie keinerlei Interesse an Politik.

Auch fragt sie ganz offen „Hat der Nahe Osten nicht wichtigere Dinge, um die er sich kümmern muss, als mich? Wie wäre es, einen Präsidenten zu finden? Oder ISIS in Schach zu halten?“ Auch auf andere Fragen reagiert Mia Khalifa schlagfertig. So antwortet sie auf Leylas Frage „Wie fühlt es sich an, die meistgehasste arabische Frau zu sein?“ mit „Ziemlich gut, wenn selbst die Band ,Timeflies‘ ein Lied über mich geschrieben haben.“ Und auf die Aussage, sie solle in der Hölle schmoren, schreibt sie: „Ich wollte sowieso Bräune tanken.“

Sicher ist auf jeden Fall, Mia Khalifa gibt nicht auf und die Welt wird noch viel von ihr zu sehen bekommen!